Klassische Briefmarken

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Mein Schatzkästchen

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Gut Holz

Eine kleine Besonderheit im Randbereich der Philatelie möchte ich hier vorstellen. Ich denke, das jeder von meinen werten Lesern Postkarten kennt , evtl. auch die Deutschen Reichspostkarten, die zu allerlei Anlässen auch mit Bild auf der Vorderseite herausgegeben wurden.

Postkarten sind eigentlich eine Erfindung von Heinrich von Stephan (1831-1897 - Erhebung in den Erbadel 1885), dem späteren Gründer des Weltpostvereins. 1865 regte er in einem Schreiben die Herausgabe von Postblättern ohne Wertstempeleindruck an, welches zunächst allerdings abgelehnt wurde, da die Zeitgenossen der Meinung waren, es sei unmoralisch oder sogar beleidigend Nachrichten offen ohne Verschluss zu verschicken.1869 wurde die Idee von Österreich wieder aufgegriffen und am 01.11.1869 lagen die ersten Correspondenz-Karten bei der Post aus. In Deutschland wurde vom Norddeutschen Postbezirk 1870 in seinem Bereich die Postkarte eingeführt. Die Correspondenzkarte erwies sich auch aufgrund ihres niedrigeren Portos als exzellente Idee , in den ersten 3 Monaten nach Erscheinen der Correspondenzkarte wurden über 2 Millionen Stück abgesetzt. Bis heute werden Postkarten für kurze Nachrichten oder Urlaubsgrüße (Ansichtskarte) sehr gern und gut genutzt.

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Die erste Correspondenzkarte der Welt (1869)

Aber wer hat schon einmal eine Postkarte aus Holz gesehen? Ja Sie haben richtig gelesen aus HOLZ. Geht ja vielleicht auch noch zur Zierde, aber diese Postkarte ist ECHT gelaufen von Berlin Charlottenburg nach Braunschweig zum Osterfest abgeschickt am 14.04.1900 angekommen in Braunschweig am 15.04.1900 . Frankiert ist die Karte mit normalem Porto 5 Pfennig der Ausgabe Krone.

Die Dicke der Holzpostkarte beträgt nur „0,62 mm“ !!! – Die Dicke einer „normalen“ Postkarte betrug etwa 0,32 mm. Eine enorme Leistung das Holz in der Stärke zu spalten und dann noch beidseitig zu bedrucken. Außerdem könnte man posthum der Deutschen Reichspost ein Kompliment für die sorgsame Beförderung dieser Karte machen, nur ein kleiner Knick und die Karte wäre zersplittert. Gelaufen haben sich von dieser über 100 Jahre alten Gagpostkarte bestimmt nicht viele Exemplare erhalten.

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Holzpostkarte - bis 1905 war auf der Rückseite von Postkarten nur die Anschrift erlaubt

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Ein bedrucktes Ostermotiv – auf dieser Vorderseite nur durfte der Schreiber seine Nachricht hinterlassen – von Klein-Fritzchen

 

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