Klassische Briefmarken

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Der umkränzte Herrscher

Dieses ist eine, aus heutiger Sicht, kuriose Geschichte des 19. Jahrhunderts aber zeigt das der Respekt vor Autorität zwar übertrieben werden kann, sich das Nachdenken darüber aber lohnt – denn positive Autorität festigt das Weltbild.

Als die Marken aufkamen in den verschiedenen Staaten wurde viel diskutiert ob es schicklich sei das Staatsoberhaupt als Massenausfertigung für jedermann auf Briefe zu kleben und ob man damit nicht die Struktur des Staates gefährden würde. In manchen Staaten regten sich Stimmen, die behaupteten der mitten auf die Marke gesetzte Stempel würde das edle Antlitz des Herrschers zerstören und er dadurch seine Autorität verlieren.  - Tatsächliche Probleme des 19. Jahrhunderts.- Vor dem damals herrschenden Versuch vieler europäischer Staaten , nach der Revolution von 1848 wieder ein absolutistisches Herrschaftsgefüge einzuführen wird es uns verständlicher warum man solche Argumente anführte. Also wurde ein Stempel entwickelt, der in Form und Gestaltung so anzupassen war, dass das Antlitz des Herrschers keinen Schaden nehmen und er dadurch weiterhin seine volle Autorität ausstrahlen könne. Wir haben hier als wunderbare Beispiele solcher Autoritätsstempel :
 


1. Sizilien 1859 Michel Nr. 4
5 Grana
abgebildet König Ferdinand II von Sizilien 1810
1859 mit gutem Zierstempel, der sein Haupt umrangt
und seine Gesichtszüge voll erkennen lässt.
 


2. Spanien 1850 Michel Nr. 1
6 Cuartos
abgebildet Königin Isabella II  1830 – 1904
mit schönem Zierstempel, der in der Mitte ihr Gesicht freilässt.

 

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