Klassische Briefmarken

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Sammlerausrüstung damals/heute

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Heute

Heute

Die Albenqualität hat im Laufe der Zeit natürlich etwas zugenommen. Zwar nicht die grafische Darstellung oder die Liebe zum Detail so doch die benutzten Materialen und Papiere. Auch die Herstellung wurde immer professioneller. Heute kann der Sammler für wenig Geld beispielsweise ein gutes Steckalbum erwerben, in dem seine Marken lange Zeit hervorragend aufbewahrt werden können , die frühere Qualität ließ doch oft zu wünschen übrig.

Bei der Betrachtung von heutigen Sammlerutensilien fällt auf , dass zwar eine technische Verbesserung stattgefunden hat, ansonsten die Grundausstattung aber schon z.T. bis in die Anfänge die Philatelie bekannt ist. Verbesserungen gibt es im Bereich von elektronischen Hilfsmitteln wie Zähnungszähler, Wasserzeichensucher, Computergestützten Klassifizierungssystemen sowie Farbuntersuchungen oder Fälschungsuntersuchungen per Scanner und Computer etc. Für den forschenden Philatelisten wird sicherlich zukünftig das Internet den größten Stellenwert haben, da schon heute in unzähligen Datenbanken Informationen über Literatur und Forschungsergebnisse lagern.

Hier noch ein paar philatelistische Hilfsmittel die heute teils unverzichtbar, teils nur für wirkliche Profis notwendig sind:

Elektronischer Wasserzeichensucher:

Ich habe mit diesem Gerät gute Erfahrungen gemacht. Die Wasserzeichen der Marken sind recht gut zu erkennen, die Marken werden mit der Rückseite nach oben unter einen Glasblock gelegt, dieser wird in das Gerät geschoben und mit einer Lichtquelle von der Seite beleuchtet, dadurch treten die dünneren Stellen der Marke (Wasserzeichen) dunkler zutage. Der Nachteil des Geräts ist sicherlich dass Marken auf Brief oder Karte nicht ihr Wasserzeichen "hergeben" und der relative hohe Preis. Es reicht für den Normalsammler, der ab und zu , eher selten Wasserzeichen finden muss , die herkömmliche Methode mit kleinem schwarzem Schälchen und gereinigtem Benzin.

Tip: Gute Sache – leider etwas teuer

 

Elektronischer Zähnungsschlüssel:

Ein gut funktionierendes Gerät, welches auf lichtoptischen Wege die Abstände der Markenzähne mißt und digital als Zähnungsgröße ausgibt. Allerdings muß man wissen, dass bei sehr vielen gezähnten Klassikmarken herstellungsbedingt die Zahnabstände etwas differieren daher stimmen sie auch nicht unbedingt genauestens mit den Katalogangaben überein. Der gute alte Zähnungsschlüssel aus Pappe oder Kunststoff tut hier seinen guten Dienst ebenso, ist außerdem viel billiger. Nachteile hier ist wieder der hohe Preis sowie die Abhängigkeit von einer Steckdose, das Gerät funktioniert nicht mit Batterien.

Tip: unnötig

 

Elektronische Trockenpresse:

Dieses Gerät kann ich nur wärmstens empfehlen, ich habe noch nie so gute Ergebnisse beim Ablösen von Marken erzielt wie hier. In Rekordzeit werden die abgelösten Marken absolut trocken und glatt, so kann man sehr schnell auch größere Mengen an Marken ablösen. Man sollte allerdings darauf achten keine verschmutzten oder verfärbten Marken auf das Trockentuch zu legen da das Trockentuch dadurch verfärbt wird und dann beim Waschen einläuft, man muß also ein weiteres Tuch kaufen (nicht ganz billig). Der Preis dürfte aber wieder viele Sammler abschrecken. Also bleibt das gute alte Trockenbuch aus Löschpapierblättern.

Tip: wer das Geld über hat – unbedingt erwerben

 

Papierstärkenmesser:

Wer im Papierstärkenbereich messen will, der braucht ein entsprechendes Gerät. Nachteile haben sie alle, nämlich den Preis, da es Präzisionsinstrumente sind kosten sie locker hundert Euro und mehr. Ich habe mir einen zugelegt, muss allerdings sagen, dass ich ihn höchst selten brauche, es gibt wenige Auflagen, die in unterschiedlichen Papierstärken gedruckt waren (wie z.B. die Olympiablocks des Deutschen Reichs). Es kommt aber im klassischen Bereich vor und die Katalognotierungen sind zum Teil gewaltig, schlecht, das der Michel oft keine genauen Angaben über die Papierstärke macht sondern nur von dickeren und dünnerem Papier spricht. Also wer zuviel Geld hat sollte sich einen zulegen.

Tip: unnötig

 

Leuchtlupen/Lupen:

Diese gehören zur Grundausstattung eines Philatelisten. Während die Klassiker der Sammlerschaft früher schon Lupen hatten gibt es inzwischen auch seit vielen Jahren die Leuchtlupen mit eigenständiger Lichtquelle. Diese sind sehr praktisch und ich kann hier sehr gut auf die Suche nach Plattenfehlern oder auf Stempelidentifizierungsjagd gehen.

Tip: Unbedingt nötig

 

Pinzetten:

Das Universalinstrument des anerkannten Sammlers, ohne Pinzette sind Postfrische Marken überhaupt nicht zu händeln (Schweißfinger hinterlassen im günstigsten Fall Fingerabdrücke auf der Rückseite) Es gibt viele verschiedene Formen und in unterschiedlichen Metallen , es bleibt hier jedem selber überlassen welches Instrument er bevorzugt. Eines darf ein guter Sammler aber nie machen eine Kosmetik oder Werkzeugpinzette als Markenhaltemittel zu nutzen, diese sind denkbar ungeeignet und hinterlassen im Extremfall schwerste Schäden am Markenmaterial. Es ist auch gar nicht nötig eine gute Pinzette ist für wenige Euros zu haben.

Tip: unverzichtbar

 

Hawid Klarsichttaschen / Schneidegerät:



Wer seine Marken mit einem Extraschutz versehen will, dem seien hier die Klarsichttaschen von Hawid empfohlen , auch für postfrische Marken , die auf selbstgestaltete Blätter aufgebracht werden sollen gut geeignet. Hierzu braucht man dann eine Schneidegerät, eigentlich reicht ein kleines wenn einzelne Marken geschützt werden sollen, bei Briefen oder Blöcken sollte man u.U. ein großes haben. Man kann die Klarsichttaschen auch mit der Schere passend schneiden, dieses würde ich jedoch nicht empfehlen, da die beiden Folien , die hierbei geschnitten werden nie genau gleich geschnitten werden , es ergeben sich Abweichungen, in der Form, dass die eine Folie übersteht und ungerade ist , ein stümperisches Ergebnis.

Tip: Je nach Bedarf zu empfehlen

 

Kataloge:

Kataloge sind für Philatelisten unerlässlich, zum einen um eine chronologische Reihenfolge in seine Sammlung bringen zu können, zum anderen um, was auch sehr interessant ist, die Wertigkeit seiner Schätze zu erfahren. Es gibt Kataloge von den Sammelgebieten der ganzen Welt. In Deutschland gibt es den Michel Katalog, einen sehr ausführlichen , der sogar bei verschiedenen Gebieten als Spezial – Katalog zu haben ist mit entsprechend tiefgehenden Einzelheiten (z.B. Plattenfehler, Farbunterschiede etc.) Es gibt hier Kataloge z.T. für die einzelnen Länder oder auch zusammengefasst nach Erdteilen : Europa, Amerika, Asien etc. – Günstige Kataloge für Anfänger sind ebenfalls im Angebot.

Tip: unverzichtbar

 

Alben:

Wie schon früher sind Alben für das aufbewahren der Marken die beste Alternative , der Sammler kann hier zwischen Vordruckalbum (vorgegebener Platz der Marken) , Blanko-Blätter im Klemmbinder (kann man selbst gestalten) sowie Steckalbum (Anordnung der Marken selbst) wählen. Je nach Geldbeutel und Vorstellung wird die Wahl ausfallen. Ich bevorzuge schwarze Steckalben , auf diesem Hintergrund machen sich klassische Marken besonders gut..

Tip: unverzichtbar

 

UV Lampe:

Dieses ist die Abkürzung für eine Lampe mit ultraviolettem Licht , früher waren es Prüflampen mit heißem Quarzbrenner, die Gesundheitsschädlich waren, heute nimmt man im allgemeinen kalt arbeitende Lampen mit entsprechenden Vorsätzen. Bei Untersuchungen zwischen fluoreszierenden und nichtfluoreszierenden Marken sowie evt. um Veränderungen oder Verfälschungen feststellen zu können.

Tip: bedingt nötig

 

Computerprogramm:

Es gibt heute schon sehr gute Computerprogramme , zum einen als Katalog und zum anderen als Kontrollprogramme für Farben oder auf Verfälschungen von Marken. Um die Kontrollprogramme nutzen zu können bedarf es allerdings eines Scanners. Gut lässt sich der Computer auch als Fehllistenverwalter einsetzen. Kurzum ein Gebiet der Zukunft.

Tip: Interessant

 

Literatur/Zeitschriften:

Zeitschriften geben das aktuelle Geschehen am Markt ganz gut wieder, allerdings für Klassik - Fans haben sie wenig Informationsgehalt. Am deutschen Markt gibt es zur Zeit z.B. die DBZ (Deutsche Briefmarken Zeitung) oder den Briefmarkenspiegel , darüber hinaus seien Sammlern die Ausgaben der jeweiligen Arbeitsgemeinschaften des Bundes Deutscher Philatelisten empfohlen, sehr aussagekräftig und ins Detail gehend. Literatur kann man nie genug haben, um sich weiter zu bilden. Man kann zum Beispiel Auktionskataloge sammeln um Aufnahmen von echten Marken zu erhalten, um Vergleichsstücke zumindest per Foto zu haben. Literatur über das eigene Sammelgebiet kann ebenso spannend wie lehrreich sein und verhindert oft auf Fälschungen hereinzufallen. Bücher, die in z.T. sehr kleiner Auflage erschienen sind, sind entsprechend begehrt und daher teuer. Anfangs gehen daher auch Paperbackausgaben der heutigen Philatelieverlage, des weiteren gibt es in München und Hamburg Philatelistische Bibliotheken, in denen man per Fernleihe Bücher ausleihen kann. Eine günstige Quelle kann unter Umständen auch ebay im Internet sein.

Tip: unbedingt nötig – in welcher Form auch immer.

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